 Die Pflanzenheilkunde ist mein hauptsächliches Gebiet, in dem ich mich bewege. In meiner mehrjährigen Ausbildung bei Ina Kollmorgen, einer sehr lieben und überaus kompetenten Kollegin, habe ich viele, viele Pflanzen sehr genau kennengelernt. Es ging dabei sowohl um die Pflanze als solche, sprich – wo sie wächst, wie sie beschaffen ist, wie alt sie wird, etc., als auch um ihre Wirkung und die Wirkung ihrer Inhaltsstoffe auf den Menschen.
Es gibt dabei auch so etwas wie Konstitutions-Pflanzen könnte man sagen. D.h. jeder Mensch hat auf seine Art und Weise sehr viel Ähnlichkeit mit einer oder verschiedenen Pflanzen.
Und so wie der Mensch sich weiter-entwickelt, so entwickelt sich auch diese Ähnlichkeit weiter und nach und nach ähnelt der Mensch dann wiederum einer anderen Pflanze. Es ist für mich sehr interessant dies zu beobachten. Nicht immer gebe ich dem Menschen seine Konstitutions-Pflanze, denn in manchen Fällen wäre die Konfrontation zu stark, zu intensiv. Aber es ist immer wichtig für mich zu versuchen die Konstitutionspflanze mit der der Patient in meine Praxis kommt im Auge zu behalten um für mich die Entwicklung zu erkennen.
Wie dem auch sei, ich behandle jedenfalls sehr viel auf phytotherapeutischen Grundlagen. D.h. ich verordne pflanzliche Mittel, die den Menschen nach und nach wieder in seine Mitte bringen sollen und sanft auskurieren, was sich über die Jahre dort entwickelt hat und eigentlich nicht zum Menschen im Gesamtbild gehört. (Wobei hier anzumerken ist, dass natürlich auch die pathologischen Symptome mit zum Menschen gehören und zu seiner Entwicklung notwendig sind.) |