Vitamin D – ein Alleskönner – weit über die Knochen hinaus

Vitamin D – das Sonnenvitamin – ist vielen nur bekannt als Helfer für den Knochenstoffwechsel. Man hört und liest, dass man es durch Sonneneinstrahlung aufbaut und dass man im Winter in einen Vitamin-D-Mangel geraten kann. Doch Vitamin D kann so viel mehr! Und genau darum schreibe ich diesen Artikel für Sie und für die Wertschätzung des Vitamin D!

Wie entsteht Vitamin D im Körper?

Vitamin D wird in der Haut gebildet. Es braucht dazu eine UVB-Strahlung und einen UV-Index von größer oder gleich 3. Dies ist bei uns in Deutschland zwischen November und März quasi nicht der Fall. Man kann im Internet den UV-Index eines jeden Tages checken, wenn man möchte.

Das Prävitamin D wird dann in der Haut – bei einem UV-Index von größer/ gleich 3 – durch die UVB-Strahlen der Sonne mit Hilfe des 7-Dehydro-Cholesterins gebildet. Das Prävitamin D wird dann durch die Körpertemperatur umgewandelt in Vitamin D.

Vitamin D wird auch Colecalciferol genannt.

Es gelangt dann über die Blutbahn zur Leber und wird dort umgewandelt zu Calcidiol. Calcidiol (25-OH-Vitamin D) ist der Wert, der im Labor im Blut gemessen wird, um den Vitamin-D-Status zu bestimmen.

In den Nieren wird das Calcidiol umgewandelt in das Calcitriol – das Vitamin-D-Hormon. Die Umwandlung in das Vitamin-D-Hormon geschieht allerdings auch in vielen anderen Organen und Systemen, wie man festgestellt hat.

Das Vitamin-D-Hormon ist das eigentlich aktive Vitamin-D im Körper, das wirkt und bewirkt und eben all diese wundervollen präventiven und gesundheitsfördernden Wirkungen besitzt.

 

Die vielen und wunderbaren Wirkungen des Vitamin-D

Folgende Gewebe/ Organe haben Rezeptoren für das Vitamin-D

  • Muskelzellen
  • Nervenzellen
  • Brustdrüse
  • Prostata
  • Eierstöcke, Plazenta
  • Bauchspeicheldrüse
  • Immunsystem
  • Magen-Darm-Trakt
  • Gefäßwände

 

Und das heißt im Klartext, dass Vitamin-D in all diesen Strukturen auch Aufgaben erfüllt bzw. etwas bewirkt.

Ich fasse mich hier kurz, da Sie in dem unten genannten Buch von Herrn Gröber gerne alles ausführlich und detailliert nachlesen können und ich Ihnen lediglich einen Überblick verschaffen möchte, wie umfangreich die Wirkung des Vitamin-D ist.

Hier demnach eine Auflistung, in welchen Bereichen Vitamin-D eingesetzt wird und helfen kann

  • Erhöhter Blutdruck
  • Blutgefäße (Arteriosklerose)
  • Depressive Verstimmungen, Angstzustände
  • Schlaganfall
  • Herzinfarkt
  • Morbus Crohn
  • Multiple Sklerose
  • Diabetes mellitus
  • Neurodermitis
  • Psoriasis
  • Immunsystem
  • Schwangerschaft & Stillzeit
  • Parallel bei Medikamenten-Einnahme
  • Atemwegserkrankungen
  • Morbus Alzheimer
  • Anti-Aging, Zellalterung
  • Colitis ulcerosa
  • Krebs
  • Menstruationsbeschwerden
  • Osteoporose
  • Rheuma
  • Erhöhte Triglyceride
  • u.v.m.

 

Und hier noch ein paar wichtige Fakten zum Vitamin-D

  1. Im Alter – ab ca. dem 70. Lebensjahr lässt die Produktion von Vitamin-D in der Haut nach
  2. Sobald man Sonnencreme benutzt, die über einen LSF von 15 hinausgeht, ist die Vitamin-D-Produktion um ca. 99 % eingeschränkt
  3. Tipp: 10-15 Minuten sonnenbaden, danach erst eincremen; es sollte allerdings kein Sonnenbrand auftreten; die Zeit ist abhängig von der Sonnenintensität, dem Alter und dem Hauttyp. Mehr dazu im unten genannten Buch.
  4. Viele Arzneimittel stören den Vitamin-D-Haushalt und können sogar Vitamin-D abbauen
  5. Es wird ein UV-Index von größer gleich 3 gebraucht, UVB-Strahlen
  6. Mit der Nahrung ist kaum ausreichend Vitamin-D aufzunehmen (Lebertran, Pilze, Butter, Hering).
  7. Je dunkler der Hauttyp, desto länger dauert die Vitamin-D-Produktion in der Haut bei Sonneneinstrahlung
  8. Das Gesicht der Sonne auszusetzen reicht nicht ansatzweise, es braucht die Beine und Arme als Körperoberfläche!
  9. Vitamin D ist fettlöslich, es sollte also optimalerweise zusammen mit Öl eingenommen werden
  10. Vitamin D braucht nicht in Kombination mit Calcium eingenommen werden

 

Quelle: Mein Wissen und die Daten & Fakten stammen aus Seminaren von Herrn Gröber und dem wunderbaren Buch von Uwe Gröber und Michael F. Holick „Vitamin D – Die Heilkraft des Sonnenvitamins“, das ich sehr empfehlen kann.

 

Von |2018-05-10T10:52:36+00:009. Januar 2013|Aktuelles, Blogartikel, Ernährung, Orthomolekulare Medizin|1 Kommentar

Ein Kommentar

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